Dann schlaf auch du

Sie wollen das perfekte Paar sein, Kinder und Beruf unter einen Hut bringen, alles irgendwie richtig machen. Und sie finden die ideale Nanny, die ihnen das alles erst möglich macht. Doch wie gut kann man einen fremden Menschen kennen? Und wie sehr kann man ihm vertrauen?

Sie haben Glück gehabt, denken sich Myriam und Paul, als sie Louise einstellen - eine Nanny wie aus dem Bilderbuch, die auf ihre beiden kleinen Kinder aufpasst, in der schönen Pariser Altbauwohnung im 10. Arrondissement. Wie mit unsichtbaren Fäden hält Louise die Familie zusammen, ebenso unbemerkt wie mächtig. In wenigen Wochen schon ist sie unentbehrlich geworden. Myriam und Paul ahnen nichts von den Abgründen und von der Verletzlichkeit der Frau, der sie das Kostbarste anvertrauen, das sie besitzen. Von der tiefen Einsamkeit, in der sich die fünfzigjährige Frau zu verlieren droht. Bis eines Tages die Tragödie über die kleine Familie hereinbricht. Ebenso unaufhaltsam wie schrecklich.

Rezension: 

Dieses Buch hat den Prix Goncourt gewonnen und stand monatelang auf Platz 1 der frz. Bestsellerlisten. Nun ist das Buch erstmals in Deutschland erschienen.
Ob das Werk hält, was die Preise versprechen? Wir finden schon!

Die Ausgangssituation: Eine Nanny hat die zwei Kinder getötet, die ihr anvertraut wurden. - Ein Horrorszenario. Doch nun stellt sich gleich zu Anfang die Frage... Was soll denn jetzt noch kommen? Die Kinder sind tot, die Täterin steht fest. Weit gefehlt: Das Buch wird Seite um Seite verschlungen, das Feingefühl der Autorin bringt einen tief in die seelischen Abgründe einer menschlichen Psyche und deckt zugleich große Fragen auf. Wann kann man sagen, dass man einen Menschen wirklich kennt? Wem kann man schlussendlich vertrauen?

Mitreißend und gerade in Zeiten von radikaler und starker Gewalt, ob im kleinen oder großen Rahmen, bei weitem nicht nur, aber gerade in Frankreich, ein aktueller Roman, der einen vielleicht ein wenig ratlos zurücklassen könnte.

Autor: 

Verlag: 

ISBN: 

978-3-630-87554-5

Preis: 

20.00€